29.01.2008

Süße Träume im Heidelberger Zoo

Zoo Heidelberg
„Mit diesem Geschenk können wir alle besser schlafen“, freut sich Kerstin Jurczynski, Tierärztin des Heidelberger Zoos, über ein modernes Inhalationsnarkosegerät, das der Verein der Tiergartenfreunde dem Zoo heute geschenkt hat. Das knapp 3.000 Euro teure Gerät ist für die tiermedizinische Ausstattung des Zoos unentbehrlich und kann künftig bei jeder Narkose eingesetzt werden. „Für unsere Tiere bedeutet dies einen großen Fortschritt und wir möchten uns ganz herzlich bei den Tiergartenfreunden bedanken“.

„Die Inhalationsanästhesie gilt seit ihrem Einzug in die Veterinärmedizin als eine der sichersten Narkoseformen, da der Tierarzt die Tiefe und Länge der Narkose selbst steuern und den Patienten, nach Bedarf, beatmen kann“, erklärt Dr. Dietrich Lorenz, Vorstandsmitglied der Tiergartenfreunde. Bei der Inhalationsnarkose wird das Tier an ein Narkosegerät angeschlossen. Das Tier atmet dabei ein Gemisch aus Sauerstoff und dem Narkosegas ein. Dieses Gemisch kann ganz genau dosiert werden und wird vom Tier dann in der Regel über eine Art Gummischlauch eingeatmet.

„Gerade für unsere wertvollen, vom Aussterben bedrohten, Tiere ist diese Möglichkeit der Narkose sehr wichtig", betont Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Bei kleineren Prozeduren können nun die Tiere viel schneller einschlafen und aufwachen und längere Operationen können damit viel sicherer kontrolliert werden. Es gibt Tierarten, die nur mit einer Inhalationsnarkose sicher ins Reich der Träume geschickt werden können. Dazu gehören viele Vögel und Robben.