20.10.2008

Heidelberger Zoo: Trauer um Schimpansen Max

Zoo Heidelberg
Freitag morgen ist „Max“, der „Chef“ der Schimpansengruppe im Heidelberger Zoo, gestorben. Als die Tierpfleger morgens die Schimpansen in ihr Gehege lassen wollten, wurde Max kurz bewusstlos, wachte aber wieder auf. Daraufhin bekam er von Affenrevierleiter Bernd Kowalsky ein kreislaufstärkendes Mittel verabreicht. Doch Max erholte sich nicht und wurde erneut bewusstlos. Die eilig herbeigerufene Zoo-Tierärztin Dr. Julia Scharpegge konnte nichts mehr für ihn tun und nur noch den Tod feststellen. Max starb an plötzlichem Herzversagen. Auch die anschließende Sektion zeigte Anzeichen einer Vorschädigung des Herzens.

Max wurde 1972 in Zentralafrika geboren, kam über den damals noch möglichen Tierhandel im jugendlichem Alter in den Zoo nach Darmstadt und lebte seit 1985 im Heidelberger Zoo. Er war ein besonders schöner Schimpansen-Mann mit einem sehr ausdrucksvollen Gesicht, der sich durch ein angenehmes und selbstbewusstes Wesen auszeichnete. Vor allem war er ein die Schimpansengruppe sehr positiv beeinflussender Charakter. Wie die anderen Schimpansen nun mit der neuen Gruppensituation umgehen werden, kann das Zooteam bislang noch nicht absehen.

Für Max war es ganz offenbar ein wichtiges Ritual, die Zooleitung morgens auf der Runde lautstark zu begrüßen. „Unter unseren Dauerbesuchern hatte Max viele Freunde, besonders Frauen, die gerne und lange mit ihm durch die Glasscheibe kommunizierten, erklärt Affenrevierleiter Bernd Kowalsky. „Wir sind alle sind sehr traurig über seinen Tod und werden Max vermissen“, betont Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.

Max wird dem gesamten Zooteam und vielen Zoobesuchern immer im Gedächtnis bleiben.