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Die kleine Roloway-Meerkatze, die am 21. März das Licht der Welt erblickt hat, gehört zu den gerade mal 32 Tieren, die in den Zoos weltweit gehalten werden. Der Heidelberger Zoo hält mit neun Tieren damit ein Viertel des Weltbestandes der Roloway-Meerkatzen in menschlicher Obhut.
Nur noch wenige dieser schönen Tiere leben in ihren Heimatländern Ghana und der Elfenbeinküste – die Roloway-Meerkatze steht kurz vor der Ausrottung! Mit seinem Artenschutzprojekt WAPCA e.V. engagiert sich der Heidelberger Zoo seit vielen Jahren für den Schutz der bedrohten Primatenarten vor Ort. Neben kleinen Erfolgen gibt es aber immer wieder Rückschläge. Wildfleisch gehört zur bevorzugten Nahrung nicht nur in Westafrika. Die erlegten Tiere werden weltweit exportiert, es ist ein regelrechter Wildfleischhandel entstanden, der für zahlreiche Tierarten in den Wäldern Afrikas das baldige Aus bedeuten könnte. An wohl kaum einer anderen Tierart lässt sich so gut verdeutlichen, wie wichtig der Zoo für den Arten- und Naturschutz ist. Der Zoo Heidelberg hält zwei Paare Roloway-Meerkatzen, eines lebt im kleinen Affenhaus, das andere bewohnt ein Gehege im Menschenaffenhaus. Mit ihren langen weißen Bärten und ihren flinken Sprüngen durchs Geäst gehören sie zu den beliebtesten und elegantesten Tieren im Zoo. Dazu kommt, dass man sie außer im Zoo Heidelberg nur noch in München und in einigen französischen Zoos sehen kann.
Deshalb ist die Geburt der kleinen Meerkatze, deren Geschlecht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht feststeht, ein großer Erfolg für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm dieser seltenen und ausgesprochen schönen Affenart aus Westafrika. Für Mama Adriana ist es bereits das sechste Kind! Trotz ihrer Gehbehinderung – im Kindesalter musste ihr der rechte Fuß amputiert werden – ist sie eine äußerst fürsorgliche Mutter. In den ersten Wochen klammert sich das Jungtier fast ausschließlich an den Bauch der Mutter. Aber dann wird es seine Umgebung erkunden und die Zoobesucher durch Spielversuche mit den älteren Geschwistern begeistern.
Nicht nur bei der Zucht in Menschenobhut ist der Heidelberger Zoo führend, auch den Schutz der Tiere in ihren Heimatländern Ghana und Elfenbeinküste hat der Zoo Heidelberg zu seinen wichtigsten Aufgaben gemacht. Doch die Situation in Ghana ist dramatisch, betont Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Wenn das Roloway-Jungtier sechs Jahre alt sein wird und damit im fortpflanzungsfähigen Alter, könnten diese wunderschönen Tiere in Ghana bereits ausgestorben sein“.
Pressehinweis: Die junge Roloway-Meerkatze im Zoo Heidelberg kann in der alten Zooschule durch die Scheibe oder im Außengehege fotografiert werden. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an Steffanie Richter, Tel: 06221 6455-27, Mail: steffanie.richter@heidelberg.de

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